Spielen und pflegen kann doch jeder

Politikerinnen möchten den Fachkräftemangel in der Pflege und den Kitas dadurch lösen, indem Sie  Arbeitslose zu ErzieherInnen und AltenpflegerInnen umschulen. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Zahl der Arbeitslosen verringern und den Fachkräftemangel lösen! Bei diesem Vorschlag werden arbeitslose Menschen als billige Lückenbüßer einsetzt.

Nicht dass ich falsch verstanden werde, ich finde es toll, wenn sich Menschen beruflich weiterentwickeln und sich für diese Mangelberufe qualifizieren wollen. Wir brauchen hoch motivierte Männer und Frauen, die sich von der Arbeit in Kitas oder Altenzentren angesprochen fühlen und denen es nicht nur um irgendeinen Job geht. Schon derzeit ist es schwierig freie Stellen überhaupt wieder mit qualifiziertem Personal besetzen können. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn um den Rechtsanspruch auf einen U 3 – Kitaplatz zu erfüllen, werden viele weitere Fachkräfte gebraucht.
Als Lösungsmodell für den Fachkräftemangel ist dieser Vorstoß der Politik nicht hilfreich.

 

Über den Autor

Monika Kuntze sorgt als Geschäftsfeldleiterin Integrations- und Familienhilfen für passgenaue Beratung und Angebote für Flüchtlinge, Zuwanderer, Kinder, Jugendliche und Familien.

Das begeistert mich: Begegnungen mit anderen Menschen, Kulturen und Religionen. Diese Vielfalt erlebe ich in unseren Caritas-Kitas, wenn die Kinder unabhängig von Vorurteilen miteinander spielen, wo das Miteinander, dass Verbindende im Vordergrund steht.
Diese Begegnungen bringen Vielfalt, vor allem aber bereichern sie.

Mich ärgert: Toleranz und Begegnung auf „Augenhöhe“, Globalisierung, soziale/kulturelle Vielfalt sind Herausforderungen unserer Zeit. Die Realität sind rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen. Junge Migrantinnen und Migranten erleben Diskriminierung in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch in Freizeit, Sport und im alltäglichen Leben.

Wir Christen müssen gemeinsam mit ihnen und vielen anderen in dieser wichtigen Frage Flagge zeigen und eine klare Position der Nachfolge Jesu in der Kölner Stadtgesellschaft beziehen. Alles ist in dem einen Satz zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“

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