25 Jahre Arbeitslosenberatung – ein Grund zum Feiern?

Das ABC (Arbeitslosen- und BürgerCentrum) Höhenhaus der Caritas wird bald 25 Jahre bestehen. Zum 01.10. ist es so weit. Gerade haben wir gelesen, dass die Arbeitslosigkeit im rechtsrheinischen Köln laut Statistik wieder angestiegen ist. Das ABC hat also weiterhin mehr als genug zu tun.
Aber wir haben vor kurzem auch gelesen, dass die Bundesarbeitsagentur die finanziellen Mittel für die Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt weiter reduzieren will…. Sparen ist angesagt. Und auch die Kommune will Mittel einsparen, vor allem bei den Mieten von ALG II – Beziehern… Wo diese Menschen in Köln denn wohl Wohnungen finden sollen, die so preisgünstig sind, dass sie sie beziehen können? Sie haben wenig Chancen im Wettbewerb um preiswerten Wohnraum.

Gespart wird immer bei den Ärmsten – und bei den Arbeitslosen. Statt einer Reduzierung von Mitteln muss dringend darüber nachgedacht werden, welche neuen Ansätze zur Aktivierung ergriffen werden. Welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um Menschen nicht „abzuhängen“, sondern ihnen einen Anschluss und ordentlichen Abschluss zu ermöglichen. Unser Arbeitsmarkt muss so gestaltet werden, dass er nicht ausbeutet und „herauswirft“, sondern Existenzsicherung verschafft.
Die Existenz von Banken ist immer wieder Thema. Die Existenz der Menschen, die von ALG II oder Sozialhilfe leben, spielt kaum eine Rolle. Sie haben keine Lobby, die Gelder an die Politik fließen lassen kann…
Sie dürfen aber nicht darauf reduziert werden, „Almosen“ zu erhalten.
Gut, dass es Einrichtungen wie das ABC gibt. Wenigstens etwas Lobby für sozial Benachteiligte – im Verbund mit anderen Arbeitslosenberatungsstellen in Köln. Schade trotzdem, dass es diese Einrichtungen weiterhin geben muss, und dass sie immer wieder um die weitere Finanzierung kämpfen müssen!

Über den Autor

Monika Kuntze sorgt als Geschäftsfeldleiterin Integrations- und Familienhilfen für passgenaue Beratung und Angebote für Flüchtlinge, Zuwanderer, Kinder, Jugendliche und Familien.

Das begeistert mich: Begegnungen mit anderen Menschen, Kulturen und Religionen. Diese Vielfalt erlebe ich in unseren Caritas-Kitas, wenn die Kinder unabhängig von Vorurteilen miteinander spielen, wo das Miteinander, dass Verbindende im Vordergrund steht.
Diese Begegnungen bringen Vielfalt, vor allem aber bereichern sie.

Mich ärgert: Toleranz und Begegnung auf „Augenhöhe“, Globalisierung, soziale/kulturelle Vielfalt sind Herausforderungen unserer Zeit. Die Realität sind rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen. Junge Migrantinnen und Migranten erleben Diskriminierung in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch in Freizeit, Sport und im alltäglichen Leben.

Wir Christen müssen gemeinsam mit ihnen und vielen anderen in dieser wichtigen Frage Flagge zeigen und eine klare Position der Nachfolge Jesu in der Kölner Stadtgesellschaft beziehen. Alles ist in dem einen Satz zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“

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