„Kostenfaktor Oma – wird Pflege unbezahlbar?

Herr Jauch spricht darüber und überall ist darüber zu lesen. Dies allein ist schon ein Skandal – Pflege ist/wird unbezahlbar?!
Da reden Funktionäre der Pflegekassen öffentlich – und wir reden hier nicht von einer kleinen Kasse, sondern der AOK – ob ein Modell eines Transportes von an Demenz erkrankten Menschen ins Ausland sinnvoll sein kann.
Gemeint ist: billiger sein kann! Es geht hier ums Geld und nichts anderes!!
Ich kann Herrn Prantl mit seinem Kommentar in der Süddeutschen nur zustimmen, der schreibt:
„Ein Ruck der Beschämung sollte durch Deutschland gehen!“ Eine Zwangs-Entsorgung unserer Alten wäre ein Akt der Verrohung der Gesellschaft, ein gerontologischer Kolonialismus.
Nach meinem Verständnis des Grundgesetzes mit der Idee der Menschenwürde gibt es dort keine Zwei-Klassen-Würde oder gar eine Einteilung in würdige und unwürdige Personen. Hier trifft sich die demokratische Gesetzgebung mit der christlichen Überzeugung von der Gleichheit aller Menschen vor Gott.
Wo bleiben aber diese Grundsätze, wenn wir die Versorgung der alten Menschen auf diesem Niveau diskutieren, indem es letztlich nur ums Geld geht!

Über den Autor

Maria Hanisch, Geschäftsfeldleiterin Ambulante Dienste: Ob Senioren, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, mein Credo ist „Die Zukunft ist ambulant.“

Das begeistert mich:
Ich liebe Musik und hier vor allem Bach und seine Werke. Am Wochenende bin ich oft recht flott mit dem Rennrad unterwegs. Höhepunkt dieses schweißtreibenden Sports war meine Teilnahme am „Jederfraurennen“ Rund um Köln, Resultat: 10. Platz in meiner Altersgruppe.

Zu meinem Ärger:
Sozialpolitische Arbeit im Einsatz für Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung braucht Ideen und einen Blick über den Tellerrand. Es macht mich ganz wild, dass wir die Herausforderungen der Zukunft so halbherzig angehen und innovative Konzepte über Parteigrenzen und engen finanziellen Rahmenbedingungen nicht konsequenter vorantreiben.

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