Habemus Papam! Ein Überraschungspapst?

Jetzt ist es tatsächlich schon eine Woche her, seit in Rom weißer Rauch aufgestiegen ist. Habemus papam! Wir haben einen neuen Papst Franziskus – vom anderen Ende der Welt. Schon in den ersten Stunden nach seienr Wahl wurde spekuliert: Was mag das für einer sein? Franziskus – das muss doch ein programmatischer Name sein! Die Option für die Armen – das stimmt doch hoffnungsvoll! Kirchenpolitisch und moralisch eher konservativ – nun da hätten wir vielleicht etwas anderes erhofft.
Das Problem – wir wissen noch gar nicht, wofür dieser Papst steht, wo er seine Schwerpunkte setzt, wie er sich die Kirche im 21. Jahrhundert vorstellt. Vielleicht weiß er es selber noch nicht ganz genau. Denn zum einen (spirituell betrachtet) vertraut er bestimmt genau wie wir auf das Wirken des Heiligen Geistes, zum anderen (sehr weltlich betrachtet) ist mit jeder Funktionsübernahme auch eine Identitätsentwicklung verbunden. Nur im Medienzeitalter gibt es diese Zeit des Hineinwachsens kaum mehr. Jede kleine Geste, jeder Halbsatz wird bedeutungsschwer interpretiert.
Ich würde mir wünschen, dass wir uns und Papst Franziskus Zeit geben; Zeit in die neue Aufgabe als Papst hinein zu wachsen. Und das wir uns dann einfach überraschen lassen!

Über den Autor

Marianne Jürgens,
Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, sorgt dafür, dass die Stadt über die Caritasarbeit spricht.


Das begeistert mich:

Sobald Musik erklingt, gibt es kein Halten mehr: Ein Leuchten im Gesicht des 91-jährigen Herrn Schmitz. Herr Schmitz tanzt mit Rollator und Herr Schmitz tanzt mit dem 5-jährigen Jordi. So geschehen beim Caritas-Tanzprojekt „come 2 move – gelöste Grenzen“. Caritas und Kunst: Das berührt die Seele von 60 Teilnehmern aller Generationen mit und ohne Handicaps und von Zuschauern gleichermaßen. Wunderbare Wege der Sozialarbeit...


Zu meinem Ärger:

Die gesellschaftliche Realität macht nicht vor der Kirchentür halt. Der Fall einer gekündigten Leiterin eines katholischen Kindergartens in Königswinter, die nach der Trennung von ihrem Mann in einer neuen Beziehung lebt, ist nur einer von vielen. Sind Katholiken beim Arbeitgeber Kirche angestellt, werden solche Lebensbrüche direkt zur Existenzfrage. Und der Kirche gehen menschlich kompetente, engagierte und angesehene Mitarbeitende verloren.

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