Zu Besuch bei der Caritas Albanien

Eine 12-köpfige Delegation von Fachkräften aus den Caritasverbänden Frankfurt, Gießen, Köln, Moers-Xanten, Wiesbaden, Worms und Wuppertal-Solingen sowie Caritas-international-Botschafter(innen) aus Freiburg und Aachen besucht zurzeit die Caritas Albanien. Ziel der Reise ist der kollegiale Fach- und Erfahrungsaustausch. Vom Kölner Caritasverband sind mit dabei: Monika Kuntze, Geschäftsfeldleiterin Integration und Migration und Ulrike Falkenberg, Leistungsbereichsleiterin Caritas-Wohnhäuser für Menschen mit Behinderung. Sie interessieren sich vor allem auch dafür, wie die Caritas-Kolleg(innen) in Albanien  unter den dortigen, ungleich schwierigeren Rahmenbedingungen arbeiten können und lassen uns diese Woche in einem Blog-Tagebuch an der Reise teilhaben …

Wir starteten am frühen Sonntagmorgen in Düsseldorf und Frankfurt und stiegen in Wien nach Tirana um. Nach dem kalten, nassen Wetter in Deutschland atmeten wir alle auf, als wir in Wien die Sonne sahen! So hatten wir uns das vorgestellt. Aber wir nahmen das schlechte Wetter aus Deutschland erstmal mit. Beim Landeanflug auf Tirana erhellte plötzlich das gleißende Licht eines Blitzes die Flugzeugkabine gefolgt vom einem dumpfen Donnerschlag. Auch wenn uns allen der Schreck in die Knochen fuhr: Wir landeten wenige Minuten später sicher auf dem Mutter Teresa Flughafen in Tirana.

 

15: 30 Uhr Ankunft in den Büros der Caritas Albanien im Stadtzentrum von Tirana. Die Kolleginnen empfangen uns sehr herzlich. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begleiteten uns unsere albanischen Kolleginnen Aurora und Viola zum Abendessen. Das Abendessen in einem Restaurant im Stadtzentrum mit typisch albanischen Gerichten war übrigens spitze! Morgen früh geht’s um 9 Uhr los. Dann nimmt uns unsere Kollegin Kela mit in das Caritas Jugendzentrum in Breglumi, einem Vorort von Tirana. Wenn wir heute die Stadt ein wenig von ihrer Schokoladenseite kennenlernen durften, werden wir dann morgen in die Welt der Hinterhöfe eintauchen…

 geschrieben am 26. Mai 2013

Über den Autor

Monika Kuntze sorgt als Geschäftsfeldleiterin Integrations- und Familienhilfen für passgenaue Beratung und Angebote für Flüchtlinge, Zuwanderer, Kinder, Jugendliche und Familien.

Das begeistert mich: Begegnungen mit anderen Menschen, Kulturen und Religionen. Diese Vielfalt erlebe ich in unseren Caritas-Kitas, wenn die Kinder unabhängig von Vorurteilen miteinander spielen, wo das Miteinander, dass Verbindende im Vordergrund steht.
Diese Begegnungen bringen Vielfalt, vor allem aber bereichern sie.

Mich ärgert: Toleranz und Begegnung auf „Augenhöhe“, Globalisierung, soziale/kulturelle Vielfalt sind Herausforderungen unserer Zeit. Die Realität sind rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen. Junge Migrantinnen und Migranten erleben Diskriminierung in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch in Freizeit, Sport und im alltäglichen Leben.

Wir Christen müssen gemeinsam mit ihnen und vielen anderen in dieser wichtigen Frage Flagge zeigen und eine klare Position der Nachfolge Jesu in der Kölner Stadtgesellschaft beziehen. Alles ist in dem einen Satz zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“

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