Time of Change

Die katholische Kirche steht in einer Zeit des Wechsels. Gerade hier in Köln merken wir diesen Wechsel auf allen Ebenen besonders intensiv.
Erst vor einem Jahr hat der Rücktritt des Papstes eine Erneuerung an der Spitze der Weltkirche bewirkt. Papst Franziskus greift deutlich offensiver als sein Vorgänger die brennenden Fragen der Kirche und des Kirchenvolkes auf.
Nun hat heute die Deutsche Bischofskonferenz ihren neuen Vorsitzenden gewählt. Mit Kardinal Reinhard Marx wurde einer der engen Berater des Papstes der neue Vorsitzende unserer Bischöfe und Bistümer. Kardinal Marx ist bekannt dafür, dass er auch heiße Eisen anfasst, entscheidungsfreudig ist und für Reformen in der Kirche eintritt.

Auch wir in Köln bekommen einen neuen Bischof.

Kardinal Meisner hat sein Amt aus Altersgründen aufgegeben. Die Anforderungen an den neuen Bischof sind hoch. Wir benötigen eine Person an der Spitze unseres Erzbistums, die verkrustete Polarisierungen auflöst. Neue Dialoge und neue Dialogfähigkeit in unserer Kirche müssen geschaffen werden, brennende Fragen müssen beantwortet werden: Wie können wir die Kirche wieder in die Mitte der Kölner Gesellschaft bringen? Wie kann die Verantwortung in der Kirche sinnvoll zwischen Männern und Frauen geteilt werden? Wie können dringend notwendige personelle Ressourcen in der Seelsorge zusätzlich geschaffen werden?

Köln braucht einen Bischof, der respektvoll und offen auf alle Menschen unserer Stadtgesellschaft zugeht. Köln braucht einen Bischof, der die Menschen in der Kirche und um die Kirchen herum zueinander bringt.

Über den Autor

Peter Krücker: als Sprecher des Vorstandes bin ich für alle Leistungen der Kölner Caritas der Letztverantwortliche. Gemeinsam mit meinem Kollegen Hubert Schneider bilde ich den Vorstand - bin sozusagen der Chef.

Was mich begeistert: Mut und Initiative, klare Worte und deutliche Meinungen. Ich habs gerne, wenn Leute die "Ärmel aufkrempeln" und anpacken statt ständig nur rumzureden. Und mich begeistern meine beiden Kinder. Mit den Kinderaugen sieht die Welt manchmal völlig anders aus - und das Leuchten in den Augen haben zu viele Menschen schon verlernt.

Was mich ärgert: Ungerechtigkeit ! Das regt mich auf und da muss jeder den Mund aufmachen! Und wenn der Mund nicht aufgemacht wird, macht sich jeder zum Teil der Ungerechtigkeit. Und was mich noch ärgert, ist nörgeln und meckern statt besser machen. Dumpfes Gerede ohne Inhalte, Reden ohne Wissen, worum es wirklich geht.

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