” Die Pflege liegt am Boden…..”

Am  Samstag, den 9.8.2014 werden wieder deutschlandweit viele Menschen an Smartmobs teilnehmen.
„Pflege am Boden“ will, dass die Politik für eine bedarfsgerechte Finanzierung notwendiger Pflegeleistungen Lösungen bereitstellt.
Für immer mehr Menschen wird der Pflegenotstand spürbar.
Die Krankenhäuser und stationären und ambulanten Pflegedienstanbieter müssen unbedingt mehr Personal-Stellen anbieten können, damit die Berufsflucht gestoppt wird.
Die bisherigen politischen Aktivitäten packen das Problem nicht beim Kern und sind teilweise sogar kontraproduktiv.
So wird mit der längst überfälligen Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs nicht eine Pflegekraft mehr eingestellt, aber noch mal die Bürokratie neu aufgeblasen.
In den Krankenhäusern braucht es ein Bemessungsverfahren für den Personalbedarf. Und in der Altenhilfe müssen die Personalschlüssel korrigiert werden.
Kommunen und Kreise müssen stärkere Anstrengungen unternehmen und neue Wege gehen, um eine gute Pflege-Infrastruktur zu sichern.
Pflegende Angehörige brauchen eine stärkere, finanzielle und professionelle Entlastung. Allein mit Appellen an das Ehrenamt und familiäre Unterstützung ist Ihnen nicht gedient.
„Pflege Am Boden“ macht auf schlechte Rahmenbedingungen aufmerksam, verzichtet dabei aber bewusst auf eine negative (Skandal-) Berichterstattung,
sondern versucht die Notwendigkeiten und Vorteile der verbesserten finanziellen und personellen Ausstattung von Krankenhäusern und Altenpflegeheimen zu beschreiben und auf Widersprüche in der bisher geltenden Gesetzgebung und den geplanten Gesetzesentwürfen aufmerksam zu machen.
Am 9.August 2014 findet auch in Köln ein Smartmob vor dem Kölner Dom von 16:00 bis 16:10 Uhr statt.
Hierzu legen sich wieder Pflegende vor dem Dom auf den Boden.
Die reale Pflegeproblematik wird durch den Liegeflashmob symbolisch zum Ausdruck gebracht.
Ich persönlich finde den Titel dieser Aktion nicht so glücklich, denn nicht die Pflege liegt am Boden sondern deren Finanzierung und Rahmenbedingungen, doch finde ich es gut das Pflegende aufstehen und Zeichen setzen.

 

Über den Autor

Maria Hanisch, Geschäftsfeldleiterin Ambulante Dienste: Ob Senioren, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, mein Credo ist „Die Zukunft ist ambulant.“

Das begeistert mich:
Ich liebe Musik und hier vor allem Bach und seine Werke. Am Wochenende bin ich oft recht flott mit dem Rennrad unterwegs. Höhepunkt dieses schweißtreibenden Sports war meine Teilnahme am „Jederfraurennen“ Rund um Köln, Resultat: 10. Platz in meiner Altersgruppe.

Zu meinem Ärger:
Sozialpolitische Arbeit im Einsatz für Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung braucht Ideen und einen Blick über den Tellerrand. Es macht mich ganz wild, dass wir die Herausforderungen der Zukunft so halbherzig angehen und innovative Konzepte über Parteigrenzen und engen finanziellen Rahmenbedingungen nicht konsequenter vorantreiben.

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