” Wir sind da”

Der Slogan der Betreuungsvereine des Caritasverbandes, des Sozialdienstes katholischer Frauen und des Sozialdienst katholischer Männer lautet „Wir sind da“. Unsere Betreuungsvereine übernehmen wichtige Aufgaben im System der rechtlichen Betreuung. Das Betreuungsrecht sieht den Vorrang der ehrenamtlichen Betreuung vor. Den Betreuungsvereinen obliegt es, die ehrenamtlich tätigen Betreue/in zu begleiten und zu qualifizieren (Querschnittsaufgaben). Mit ihrem Unterstützungsangebot sind die Betreuungsvereine kompetenter Ansprechpartner für ehrenamtliche Betreue/in. Durch Information und Beratung zu Vorsorgevollmachten werden die Betreuungsvereine daneben betreuungsvermeidend tätig.

Angesichts der seit 2005 nicht mehr angepassten Vergütungen für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei steigenden Ausgaben und ständig wachsenden Aufgabenzuschreibungen könnte der Slogan bald „Wir sind dann mal weg“ heißen.

Doch es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um die Frage, wie in Zeiten des demographischen Wandels mit einer zunehmenden Zahl an älteren und hilfebedürftigen Menschen die Betreuungen im Sinne der Betroffenen zukünftig organisiert werden.
Schon heute mehren sich die Anfragen nach der Möglichkeit, im Notfall eine Betreuung durch die Betreuungsvereine in Anspruch nehmen zu können, weil man alleine lebt oder den Angehörigen die Sorge nicht zumuten kann oder will.
Doch auch da, wo sich Angehörige und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entschließen, die komplexe und schwierige Arbeit des Betreuers/der Betreuerin zu übernehmen, bedarf es umfassenden Vorbereitung und Begleitung.

Am 30.09.14 veranstalten deshalb die kath. Betreuungsvereine in Köln erstmalig ein „politisches Frühstück“.
Eingeladen hierzu sind alle Kölner Wahlkreispolitiker aus Bund , Land und Rat, wir freuen uns, dass 10 Politiker zugesagt haben. Unter dem Slogan „ Wir sind dann mal weg ?“ fordern die kath. Betreuungsvereine bundesweit eine auskömmliche Finanzierung. (Weiter Infos u.a. mit einem „Erklärvideo“ unter http://kath-betreuungsvereine.de )

 

Über den Autor

Maria Hanisch, Geschäftsfeldleiterin Ambulante Dienste: Ob Senioren, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, mein Credo ist „Die Zukunft ist ambulant.“

Das begeistert mich:
Ich liebe Musik und hier vor allem Bach und seine Werke. Am Wochenende bin ich oft recht flott mit dem Rennrad unterwegs. Höhepunkt dieses schweißtreibenden Sports war meine Teilnahme am „Jederfraurennen“ Rund um Köln, Resultat: 10. Platz in meiner Altersgruppe.

Zu meinem Ärger:
Sozialpolitische Arbeit im Einsatz für Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung braucht Ideen und einen Blick über den Tellerrand. Es macht mich ganz wild, dass wir die Herausforderungen der Zukunft so halbherzig angehen und innovative Konzepte über Parteigrenzen und engen finanziellen Rahmenbedingungen nicht konsequenter vorantreiben.

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