Wir pflegen in Köln!

Es kann sein, dass Ihnen in dieser Woche Autos und Fahrräder im Kölner Straßenverkehr begegnen oder Ihnen an Einrichtungen der Altenhilfe Banner auffallen, auf denen die einfache, aber dennoch klare und selbstbewusste Botschaft steht: “Wir pflegen in Köln.” Mit diesem Zeichen und dieser Botschaft machen Mitarbeitende noch bis 26. Oktober 2014 ihre Zugehörigkeit zu den verschiedenen Berufsfeldern in der Pflege deutlich.

Initiator dieser Aktion ist das Bündnis “Aktion Altenpflege Köln”, zu dem sich 2011 die Agentur für Arbeit Köln, die Bezirksregierung Köln, der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste, die Freie Wohlfahrtspflege Köln mit den Spitzenverbänden Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, und Synagogengemeinde Köln, die Kölner Fachseminare Altenpflege, der Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW, die Stadt Köln sowie der Verband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen in NRW zusammengetan haben. Ihr gemeinsames Anliegen ist, die wachsende Bedeutung der Altenpflege stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und gemeinsam für ein gutes Image dieses Berufsbildes zu werben.

Dass die unterschiedlichen und abwechslungsreichen Tätigkeitsfelder in der Pflege Berufe mit Zukunft und gefragt sind, dafür spricht, dass – trotz bestehender schwieriger politischer und finanzieller Rahmenbedingungen für die Pflege insgesamt, sich diese als Berufsfeld einer steigenden Beliebtheit erfreut. So konnten in diesem Jahr im Regierungsbezirk Köln über 4000 Ausbildungsplätze besetzt werden. Das sind im Vergleich zu 2009 mehr als doppelt so viele Menschen, die zu Altenpfleger(innen) ausgebildet werden.

Ehrensache, dass also auch die Auszubildenden des Einstellungsjahres 2014 im Rahmen der Kölner Aktionswoche mitmachen und am 24. Oktober 2014, um 11:00 Uhr auf der Freitreppe vom Kölner Hauptbahnhof zum Kölner Dom mit einer medienwirksamen Fotoaktion ein Zeichen setzen, um zum einen auf die für Köln positive Entwicklung mit einer über dem Durchschnitt liegenden Anzahl neuer Auszubildender in der Altenpflege aufmerksam zu machen und zum anderen zu zeigen, dass Köln in der Ausbildung von Altenpflegern und Altenpflegerinnen gut aufgestellt ist, es jedoch weiteren Einsatzes bedarf, damit zukünftig die benötigten Fachkräfte in der Altenpflege gut ausgebildet werden.

Über den Autor

Dorothee Bodewein leitet den Leistungsbereich Integration und Beratung; ob es um Arbeitslosigkeit, Integration von Neuzuwandernden und Einwanderern, Überwindung von Armut und Verschuldungssituationen, sozialraumorientierte soziale Arbeit, die Kooperation mit Migrantenorganisationen, Antidiskriminierungsarbeit, interkulturelle Öffnung oder die Förderung bürgerschaftlichen Engagements geht, immer geht es darum, Menschen Perspektiven zu geben und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen zu suchen.

Das begeistert mich...
... dass es Menschen gibt, die sich haupt- und ehrenamtlich für andere einsetzen, ihre Zeit schenken sowie ihr Wissen und Können einbringen, um ältere, alleinstehende, einsame, kranke oder fremde Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten, in ausweglosen Situationen Zuversicht, Perspektive und Anstoß zu geben.

Das ärgert mich ...
... wenn Menschen ausgegrenzt und in der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden aufgrund Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Alter, Behinderung, Gesundheit und Leistungskraft, Erfolg oder Misserfolg; ja, wenn Menschen ihr Recht auf Würde, freie Entfaltung, Chancengleichheit oder einfach anders zu sein, abgesprochen wird.

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