Runder Tisch für Flüchtlingsfragen lehnt die Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten ab

Der Runde Tisch für Flüchtlingsfragen, der bereits seit mehr als 10 Jahren die Kölner Flüchtlingsunterbringung begleitet, lehnt die Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten einstimmig ab. Anlässlich der Nutzung von Zelten durch das Land Nordrhein-Westfalen in Köln Chorweiler gaben in der letzten Sitzung des Runden Tisches alle Mitglieder ein Statement ab. Deutlich war die einhellige Ablehnung dieser Unterbringungsform durch alle vertretenen Ratsfraktionen sowie alle Flüchtlings- und Wohlfahrtsorganisationen.

Die Unterbringung in Zelten wird umso fragwürdiger, als das Land NRW gleichzeitig ein Haus in der Boltensternstraße zur Unterbringung aufgibt. Hierdurch wird deutlich, dass eher organisatorische Fragen als humanitäre Standards das Handeln des Landes NRW bestimmen.

Peter Krücker und Jost Mazuch, die Sprecher und Vertreter der beiden Kirchen am Runden Tisch, betonen, dass die kontinuierliche Absenkung von Standards nicht hingenommen werden dürfe. Sei die Herausforderung für die Städte und Länder noch so groß, darf die Last mangelnder Organisation und schwerfälliger Verwaltung nicht alleine den Flüchtlingen aufgebürdet werden. Gerade die Flüchtlinge sind besonders schutzwürdig, haben Sie doch eine lange und extrem belastende Zeit sowohl in Ihrem Herkunftsland als auch auf dem Fluchtweg hinter sich. Diese Belastung darf nicht durch unzureichende Unterbringung noch von deutscher Seite verlängert werden. „Solange nur ein Gebäude leer steht, verbietet sich die Unterbringung von Menschen in Zelten“, so die beiden Sprecher des Runden Tisches in Köln.

Über den Autor

Peter Krücker: als Sprecher des Vorstandes bin ich für alle Leistungen der Kölner Caritas der Letztverantwortliche. Gemeinsam mit meinem Kollegen Hubert Schneider bilde ich den Vorstand - bin sozusagen der Chef.

Was mich begeistert: Mut und Initiative, klare Worte und deutliche Meinungen. Ich habs gerne, wenn Leute die "Ärmel aufkrempeln" und anpacken statt ständig nur rumzureden. Und mich begeistern meine beiden Kinder. Mit den Kinderaugen sieht die Welt manchmal völlig anders aus - und das Leuchten in den Augen haben zu viele Menschen schon verlernt.

Was mich ärgert: Ungerechtigkeit ! Das regt mich auf und da muss jeder den Mund aufmachen! Und wenn der Mund nicht aufgemacht wird, macht sich jeder zum Teil der Ungerechtigkeit. Und was mich noch ärgert, ist nörgeln und meckern statt besser machen. Dumpfes Gerede ohne Inhalte, Reden ohne Wissen, worum es wirklich geht.

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