Der Ton wird rauer – Wir setzen etwas entgegen. Unterstützen Sie die Caritas-Arbeit für Flüchtlinge

Wenn Ministerpräsident Horst Seehofer sogar den Begriff „Notwehrmaßnahmen“ angesichts der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen in den Mund nimmt, dann macht mir das Angst. Was für ein fatales Signal! Notwehr setzt voraus, dass es einen Angriff auf uns gab und wir dadurch in Not geraten sind. Dabei ist es doch genau umgekehrt: Innenminister de Maiziere verzeichnet eine Zunahme rassistischer Übergriffe gegen Flüchtlinge, die umso besorgniserregender ist, da sie längst auch von Bürgern der Mitte verübt werden, die sich bislang nichts hatten zuschulden kommen lassen. Wer sich so wie Seehofer in der Sprache vergreift, schürt die Stimmung gegen Flüchtlinge.

Sicher sind die Herausforderungen riesig: Auf europäischer, auf Bundes- und kommunaler Ebene muss sich noch viel tun.

Für den einzelnen Menschen, der vor Verfolgung und Krieg geflohen ist, sind die kleinen Schritte, Initiativen und menschlichen Begegnungen entscheidend, um zur Ruhe zu kommen und das Leben neu ordnen zu können. Der Caritasverband Köln setzt sich auf vielfältige Weise für Flüchtlinge ein. Menschen, die bei uns Hilfe suchen, werden kompetent beraten oder therapeutisch begleitet. Ob in Flüchtlingswohnheimen, Beratungsstellen, dem Therapiezentrum für Folteropfer oder bei den Angeboten für Kinder und jugendliche Flüchtlinge: Es gibt alle Hände voll zu tun und die finanziellen Mittel reichen meist nicht aus.

 

Lassen Sie es uns gemeinsam tun. Unterstützen Sie zum Beispiel zwei Projekte für jugendliche Flüchtlinge mit Ihrer Spende:

 

Jugendliche männliche Flüchtlinge finden donnerstags von 16 bis 20 Uhr im „Sprachcafé“ in der Kölner Innenstadt eine sinnstiftende und attraktive Anlaufstelle. Es werden Fragen des Alltags geklärt, die neue Umgebung erkundet und damit Barrieren abgebaut. Das geschieht durch gemeinsames Kochen, Nachrichtensendungen ansehen, Freizeitaktionen wie der Besuch eines Eishockey-Spiels. Finanziert wird das Projekt bis Ende Januar, danach werden dringend Spenden für eine Weiterfinanzierung im kommenden Jahr gesucht, Kosten 9300 Euro.

Im Rahmen der mobilen Jugendarbeit fahren Sozialarbeiter der Caritas mit umgebauten Bussen zu verschiedenen Kölner Flüchtlingswohnheimen. Sie kommen mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch und bieten sinnvolle Freizeitgestaltung an. Zum Einsatz kommen Spiel- und Sportutensilien, Ballspiele, Gesellschaftsspiele, Playstation, Kreativangebote und Zirkuspädagogik. Um auch „Nicht – Flüchtlingen“ die Möglichkeit zu geben, an dem Angebot teilzuhaben und das Freizeitangebot damit inklusiv zu gestalten, steht der Bus nicht direkt auf dem Hof der Unterkünfte sondern in unmittelbarer Nähe. Der Bedarf ist groß, für eine Weiterfinanzierung werden noch insgesamt 9500 Euro benötigt.

Spendenkonto:

Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98, Konto 1900637016,  IBAN DE39 3705 0198 1900 6370 16, SWIFT-BIC COLSDE33

Stichwort „Spende Flüchtlinge“

Bitte geben Sie bei der Überweisung Ihre Adresse an, damit wir Ihnen eine Zuwendungsbestätigung ausstellen können.

Über den Autor

Marianne Jürgens,
Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, sorgt dafür, dass die Stadt über die Caritasarbeit spricht.


Das begeistert mich:

Sobald Musik erklingt, gibt es kein Halten mehr: Ein Leuchten im Gesicht des 91-jährigen Herrn Schmitz. Herr Schmitz tanzt mit Rollator und Herr Schmitz tanzt mit dem 5-jährigen Jordi. So geschehen beim Caritas-Tanzprojekt „come 2 move – gelöste Grenzen“. Caritas und Kunst: Das berührt die Seele von 60 Teilnehmern aller Generationen mit und ohne Handicaps und von Zuschauern gleichermaßen. Wunderbare Wege der Sozialarbeit...


Zu meinem Ärger:

Die gesellschaftliche Realität macht nicht vor der Kirchentür halt. Der Fall einer gekündigten Leiterin eines katholischen Kindergartens in Königswinter, die nach der Trennung von ihrem Mann in einer neuen Beziehung lebt, ist nur einer von vielen. Sind Katholiken beim Arbeitgeber Kirche angestellt, werden solche Lebensbrüche direkt zur Existenzfrage. Und der Kirche gehen menschlich kompetente, engagierte und angesehene Mitarbeitende verloren.

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