Sterbebegleitung ist Lebenshilfe

Die aktuelle Diskussion zur Sterbebegleitung wird nicht nur im Zusammenhang mit neuen Gesetzen geführt. Die derzeitigen Beratungen und Anhörungen im Deutschen Bundestag zu Hospiz- und Palliativgesetz sind daher bedeutsam und die katholischen Verbände sind hieran beteiligt.

Es ist nicht nur deshalb notwendig, dass wir uns gesellschaftlich, innerkirchlich, aber auch jeweils persönlich mit dem Thema „Tod und Sterben“, aber auch der Sterbebegleitung und der Sterbehilfe auseinandersetzen und einen begründeten Standpunkt finden.

Jeder Mensch muss sterben, und keiner weiß, wie sein persönlicher Tod aussehen wird. Es ist eine Chance und zugleich eine Bürde, sich damit auseinanderzusetzen. Viele wollen zuhause sterben und vor allem so wenig wie möglich leiden müssen.

Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln ist die Interessensvertretung von über 2,1 Millionen Katholikinnen und Katholiken. Er möchte mit einer breit angelegten Diskussion dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen, Gläubige, Anders- oder Nicht-Gläubige, ihre Position zur Sterbebegleitung finden. Hierzu hat er nun eine lesenswerte Internetseite mit Positionspapieren und Statements verfasst:

www.sterben-leben.de

„Eine Gesetzgebung allein kann nicht ausreichend helfen. Nicht alles, was straffrei ist, ist schon wünschenswert.“ So der Rat der Katholiken. Selbstbestimmung ist in der Tat ein wichtiger Grundwert. Dieser darf aber nicht als Gegensatz oder Gegenargument zum Schutz des Lebens aufgebaut werden.

Mehr Aufklärung ist notwendig, was Lebenserhaltung und Einstellung von Therapiemaßnahmen angeht. Und vor der Sterbehilfe muss die Hilfe zum Leben und würdevollen Sterben stehen. Darum fordert der Diözesanrat der Katholiken, wie auch der Verband der katholischen Altenhilfe mehr gesicherte Unterstützung der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung.

Unser Ziel ist es, dass Todkranke und Sterbende sowie ihre Angehörigen besser betreut werden können: Denn gute Sterbebegleitung ist echte Lebenshilfe!

Über den Autor

Detlef Silvers,
leitet das Geschäftsfeld Stationäre Betreuung - vielfältig mit einem Dienstleistungsangebot von Tagespflege, Kurzzeitpflege, vollstationärer Dauerpflege, Wohnen für Menschen mit Behinderungen bis zur Begleitung Sterbender in Hospizen.
Menschlichkeit pflegen! - hierfür steht Stationäre Betreuung der Caritas!
Mit 770 Mitarbeitenden in 21 Einrichtungen an 13 Standorten in Köln leisten wir so gemeinsam unseren Dienst für über 900 Menschen.

Das begeistert mich:
Mit Menschen zusammen kommen und gemeinsam etwas bewegen! Etwas aufbauen, dass auch nach Jahren noch Bestand haben kann! Rahmenbedingungen schaffen für eine gute Lebenssituation der Betreuten und fördernde Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende!

Das ärgert mich:
Die oft einseitige Darstellung von Pflege in der Öffentlichkeit! Pflegemängel in Heimen, verbesserungswürdige Arbeitssituationen, Personalnotstände – ja das gibt es leider! Aber noch mehr gibt es engagierte Mitarbeiter, überzeugende Leitungen und gute Träger! Wir brauchen keine Skandalisierungen, sondern die richtigen Konzepte, um die Pflege zukunftsorientiert zu entwickeln!

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