Ein (echtes) Herz für Flüchtlinge

In Deutschland sind sie allseits bekannt, doch sie selbst suchen den Kontakt zu Unbekannten: Die Kultband Culcha Candela besucht auf ihrer Deutschlandtournee Flüchtlinge, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihnen zu zeigen, dass sie in Deutschland willkommen sind. Auch unsere Flüchtlingsunterkunft in Wahn hat die Band besucht und Flüchtlinge zum Konzert eingeladen. Damit hat die Band den Flüchtlingen nicht nur große Wertschätzung entgegen gebracht, sondern ihnen auch mal ein paar unbeschwerte Stunden geschenkt – für viele eine Rarität.

Foto Blog 6Es gibt zum Glück einige Promis, die sich derzeit für Flüchtlinge engagieren. Leider gibt es auch viele, deren Engagement in erster Linie den Zweck hat, ihr Image zu polieren. Umso mehr habe ich mich gefreut, als es in der Anfrage von Culcha Candela hieß: „Unseretwegen muss die Presse nicht dabei sein. Es geht uns um die Menschen, wir wollen in Kontakt kommen.“ Die Band ist selbst multikulturell besetzt; daher ist ihr der Einsatz für Flüchtlinge ein besonderes Anliegen: „Integration ist unser Herzenswunsch! Wir haben alle Wurzeln in anderen Ländern, sehen uns selbst aber schon lange als Deutsche. Wir sind stolz auf die Errungenschaften unserer demokratischen Gesellschaft!“

Foto Blog 1Vor ihrem Konzert am 9.11. in Köln ist die Band zur Caritas-Flüchtlingsunterkunft gefahren und hat mit Bewohnern gebeatboxt. Einige der Flüchtlinge sind mit ihren neuen Fan-T-Shirts am Abend noch zum Konzert gefahren. Das war nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Flüchtlinge haben mit traumatischen Erinnerungen sowie einem oftmals eintönigen Alltag in Deutschland zu kämpfen. Auf dem Konzert haben Jung und Alt einfach mal loslassen können, es wurde getanzt und gefeiert, sie haben unter den Fans dazu gehört. Denn Integration ist auch ihr eigener Herzenswunsch.

Ein Gastbeitrag von Jana Banse, Mitarbeiterin Stab Öffentlichkeitsarbeit.

Über den Autor

“Gast” ist das Profil unserer Gast-Autorinnen und Gast-Autoren, die für taufrische Geschichten von vor Ort sorgen. Denn egal ob von vorbildlichen Jugendprojekten oder schwierigen Teenagern, von Missständen in der Pflege oder rührenden Begegnungen im Altenheim, von Flüchtlings-Diskriminierung oder einer Willkommenskultur: Die Caritas-Mitarbeitenden in den verschiedenen Zentren, Einrichtungen und Projekten erleben die Spanne zwischen Freud und Leid täglich hautnah. Aus diesem Grund berichten in unserem Blog immer wieder Mitarbeitende der vielfältigen Caritas-Geschäftsfelder unter dem Profil “Gast”.

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