Gebt uns Arbeit

Tag 5, 02. Juni Nachmittag, Projektreise mit caritas international nach Marokko

“Gebt uns Arbeit, dann müssen wir nicht nach Europa! Am liebsten bleiben wir hier in Marokko oder gehen auch zurück in unser Heimatland, wenn es Arbeit für uns geben würde.”
Das erzählten uns Migranten-Familien, die wir zusammen mit der Migranten-Selbsthilfeorganisation APIMA am Nachmittag besucht haben.
Nach mittlerweile acht Jahren in der Migration in Marokko ist der Familienvater resigniert: “Für mich sehe ich keine Chance mehr, aber meine Tochter soll eine Zukunft haben.”
Francine, 10 Jahre, besucht einen Schulvorbereitungskurs der Caritas. Hier lernt sie die Grundlagen, um dann in die Regelschule zu wechseln.
Vor zwei Jahren wurden die Migranten aufgefordert, sich zu legalisieren. 92 % haben ein Aufenthaltsrecht bekommen. Damit ist auch das Recht auf Bildung und Schulbesuch geregelt. Die Familie sagt immer wieder, wie dankbar sie dem König ist, endlich einen legalen Status zu haben. Vorher hatten sie bei jedem Klopfen an der Tür Angst, die Polizei stände davor.

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Über den Autor

Marianne Jürgens,
Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, sorgt dafür, dass die Stadt über die Caritasarbeit spricht.


Das begeistert mich:

Sobald Musik erklingt, gibt es kein Halten mehr: Ein Leuchten im Gesicht des 91-jährigen Herrn Schmitz. Herr Schmitz tanzt mit Rollator und Herr Schmitz tanzt mit dem 5-jährigen Jordi. So geschehen beim Caritas-Tanzprojekt „come 2 move – gelöste Grenzen“. Caritas und Kunst: Das berührt die Seele von 60 Teilnehmern aller Generationen mit und ohne Handicaps und von Zuschauern gleichermaßen. Wunderbare Wege der Sozialarbeit...


Zu meinem Ärger:

Die gesellschaftliche Realität macht nicht vor der Kirchentür halt. Der Fall einer gekündigten Leiterin eines katholischen Kindergartens in Königswinter, die nach der Trennung von ihrem Mann in einer neuen Beziehung lebt, ist nur einer von vielen. Sind Katholiken beim Arbeitgeber Kirche angestellt, werden solche Lebensbrüche direkt zur Existenzfrage. Und der Kirche gehen menschlich kompetente, engagierte und angesehene Mitarbeitende verloren.

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