Das Dresdner Wort der Religionen

 

Der Tag der Deutschen Einheit in diesem Jahr, wird vielleicht auch in Ihrem Gedächtnis verbunden sein mit Demonstrationen und Pöbeleien der Pegida-Bewegung.

An diesem Tag entstand auch das Wort der Religonen, als eine Initiative die bewirken will, dass
von diesem Tag eine Botschaft von Dresden ausgeht, die zeigt, wie sich diese Religionen als Teil der Gesellschaft verstehen und welchen Beitrag sie für ein friedliches Miteinander leisten können.
Dresdner Wort der Religionen – zum Tag der Deutschen Einheit 2016:

WIR SIND ÜBERZEUGT,
• dass jeder Mensch das Recht hat, gemäß seiner eigenen Glaubensüberzeugungen zu leben, und niemand ihm einen anderen Glauben aufzwingen darf,
• dass jeder Mensch das Recht hat, seine Religionszugehörigkeit zu wechseln, einen anderen oder auch keinen spezifischen Glauben mehr zu haben,
• dass jeder Mensch das Recht hat, seinen Glauben öffentlich und gemeinsam mit anderen zu bekennen und Religion daher nicht nur Privatsache ist,
• dass Staat und Religion getrennt sein sollen und es dennoch die Aufgabe des Staates ist, seine Bürger auch in der Ausübung ihrer Religion zu fördern.

WIR SIND DANKBAR DAFÜR,
• dass die Religionsfreiheit in Deutschland vom Grundgesetz her garantiert und den Religionen ihre Religionsausübung im Rahmen der Gesetze möglich ist,
• dass die Zusammenarbeit von Staat und Religionen zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger rechtlich klar geregelt ist,
• dass es viele Beispiele für das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen in Deutschland gibt.

WIR BEKLAGEN,
• dass die Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt nicht gewährleistet wird und Menschen aufgrund ihres Glaubens verfolgt oder unterdrückt werden,
• dass nicht überall die Religionen gleich behandelt und gleiche Rechte und Pflichten haben,
• dass Gewalt im Namen von Religionen ausgeübt und gerechtfertigt wird,
• dass sich Menschen zu Hass gegen andere Religionen aufstacheln lassen,
• dass auch in Deutschland Menschen die Religionsfreiheit nicht achten.

WIR VERPFLICHTEN UNS,
• zuzulassen, dass auch Menschen anderer Religionen von ihrem Glauben privat und öffentlich Zeugnis geben dürfen,
• dafür einzutreten, dass sich auch Angehörige anderer Religionen überall in der Welt würdige und angemessene Gebetsstätten errichten können,
• gegenseitig aufeinander zu hören und einander tiefer verstehen zu wollen,
• keine Zerrbilder der anderen Religionen zu zeichnen und den interreligiösen Dialog zu suchen,
• dafür einzutreten, dass Gewalt in jeder Form keine Rechtfertigung aus der eigenen Religion erhält,
• die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung von Männern und Frauen zu fördern
• zum Wohl der Gesellschaft mit Partner aus anderen Religionen und der nicht-religiösen Gesellschaft zusammenzuarbeiten.
Wenn Sie sich dieser Botschaft anschließen möchten, können Sie das Dresdner Wort der Religion mit unterzeichnen.

Unter: www.dresdner-wort.de
(Schon jetzt gibt es 589 Unterzeichner)

Über den Autor

Maria Hanisch, Geschäftsfeldleiterin Ambulante Dienste: Ob Senioren, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung, mein Credo ist „Die Zukunft ist ambulant.“

Das begeistert mich:
Ich liebe Musik und hier vor allem Bach und seine Werke. Am Wochenende bin ich oft recht flott mit dem Rennrad unterwegs. Höhepunkt dieses schweißtreibenden Sports war meine Teilnahme am „Jederfraurennen“ Rund um Köln, Resultat: 10. Platz in meiner Altersgruppe.

Zu meinem Ärger:
Sozialpolitische Arbeit im Einsatz für Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung braucht Ideen und einen Blick über den Tellerrand. Es macht mich ganz wild, dass wir die Herausforderungen der Zukunft so halbherzig angehen und innovative Konzepte über Parteigrenzen und engen finanziellen Rahmenbedingungen nicht konsequenter vorantreiben.

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