Erfolgsmodell oder Bürokratiemonster?

Rund ein Jahr nach dem Start des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) kommen Regierung und Opposition zu einer völlig unterschiedlichen Bewertung. Während die Bundesregierung eine positive Bilanz zieht, kritisiert die Opposition den neuen Freiwilligendienst und stellt dessen Fusion mit anderen Freiwilligen-Angeboten in Aussicht. Der Bundesfreiwilligendienst wurde zum 1. Juli 2011 eingeführt, um mit dem Aussetzen der Wehrpflicht das Ende des Zivildienstes auszugleichen.
Tatsächlich konnten bundesweit ca. 50.000 Menschen für einen Freiwilligendienst geworben worden. Das ist ein Erfolg und das bürgerschaftliche Engagement ist wertvoll.
Festzustellen ist aber auch, dass solche Dienste, die vom ehemaligen „Pflichtdienst“ der Zivis  profitierten, so insbesondere in der Alten- und Krankenpflege, heute oftmals leer ausgehen. Die hier angebotenen Stellen sind kaum zu besetzen, stellten aber eine wichtige Entlastung für die hauptamtlich Mitarbeitenden dar.
Hier sollte durch zusätzliche Anreize  vor allem auch bei jungen Menschen das Interesse gefördert werden, in diese für die soziale Zukunft wichtigen Bereiche zu gehen. Der Zivildienst schaffte es immerhin, eine  nicht unerhebliche Zahl junger Menschen auch für die Ausbildung in Pflegeberufen zu gewinnen.

 

Über den Autor

Detlef Silvers,
leitet das Geschäftsfeld Alter und Pflege – vielfältig mit dem Angebot von Tagespflege und Ambulanter Pflege, über die Begleitung Sterbender in unseren Hospizen, mit 7 stationären Pflegezentren und einem bereiten Angebot von Beratung und Ehrenamtsdiensten für Senior*innen.
Menschlichkeit pflegen – hierfür stehen die Pflegedienste der Caritas:
Mit knapp 1000 Hauptamtlichen und über 600 Ehrenamtlichen überall in Köln leisten wir unseren Beitrag für eine soziale Stadt!

Das begeistert mich:
Mit Menschen zusammen kommen und gemeinsam etwas bewegen! Etwas aufbauen, dass auch nach Jahren noch Bestand haben kann! Rahmenbedingungen schaffen für eine gute Lebenssituation der Betreuten und fördernde Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende!

Das ärgert mich:
Die oft einseitige Darstellung von Pflege in der Öffentlichkeit! Pflegemängel in Heimen, verbesserungswürdige Arbeitssituationen, Personalnotstände – ja das gibt es leider! Aber noch mehr gibt es engagierte Mitarbeiter, überzeugende Leitungen und gute Träger! Wir brauchen keine Skandalisierungen, sondern die richtigen Konzepte, um die Pflege zukunftsorientiert zu entwickeln!

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