Flüchtlinge brauchen Schutz

Verfolgt man das Thema Flüchtlinge in den letzten Tagen in der Presse, entsteht der Eindruck, es gehe um eine riesige Bedrohung, die auf uns zukommt. Das ist völlig übertrieben. Es geht um wenige hundert Menschen, wir werden nicht „überschwemmt“, wie Politik und Verwaltung sagen, mit solchen Aussagen werden nur Vorurteile geschürt.

Die Flüchtlinge aus Serbien und Mazedonien sind vor allem Roma. Sie fliehen vor schlechten Lebensbedingungen und dem nahenden Winter. Sie haben keine Arbeit, keine Wohnung, keine medizinische Versorgung, die Kinder können nicht zur Schule gehen. Sie sind massiver Diskriminierung ausgesetzt.

Viele versuchen, nach Deutschland zu gelangen. Sie zahlen viel Geld, um nur für ein paar Monate oder auch nur Wochen dem Elend zu entkommen. So auch der Großteil der Flüchtlinge, die zur Zeit in der Turnhalle in Deutz untergebracht sind.

In den Herkunftsländern müssen soziale Probleme in den  sozialen, gesellschaftlichen und Bildungsbereichen gelöst werden. Hier sind die Politiker der Herkunftsländer, aber auch der EU gefragt, Lösungsmodelle zu erarbeiten, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen!

Die Anträge auf Asyl steigen, wenn auch die Chancen einer Anerkennung eher gering sind, so liegt das daran, dass die aufgeführten Fluchtgründe nicht ausreichend berücksichtigt werden.

In Deutschland müssen die Prüfverfahren deutlich beschleunigt werden, vor allem damit die, die auf der Flucht vor Verfolgung und Bürgerkrieg sind, ihren Anspruch auf Asyl geltend machen können.

 Wer Schutz vor politischer Verfolgung braucht, muss in Deutschland Asyl finden, dieses Grundrecht darf nicht in Frage gestellt werden.

 

 

Über den Autor

Monika Kuntze sorgt als Geschäftsfeldleiterin Integrations- und Familienhilfen für passgenaue Beratung und Angebote für Flüchtlinge, Zuwanderer, Kinder, Jugendliche und Familien.

Das begeistert mich: Begegnungen mit anderen Menschen, Kulturen und Religionen. Diese Vielfalt erlebe ich in unseren Caritas-Kitas, wenn die Kinder unabhängig von Vorurteilen miteinander spielen, wo das Miteinander, dass Verbindende im Vordergrund steht.
Diese Begegnungen bringen Vielfalt, vor allem aber bereichern sie.

Mich ärgert: Toleranz und Begegnung auf „Augenhöhe“, Globalisierung, soziale/kulturelle Vielfalt sind Herausforderungen unserer Zeit. Die Realität sind rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen. Junge Migrantinnen und Migranten erleben Diskriminierung in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch in Freizeit, Sport und im alltäglichen Leben.

Wir Christen müssen gemeinsam mit ihnen und vielen anderen in dieser wichtigen Frage Flagge zeigen und eine klare Position der Nachfolge Jesu in der Kölner Stadtgesellschaft beziehen. Alles ist in dem einen Satz zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“

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