Warnendes Signal

Alle Menschen genießen in Deutschland Schutz vor Diskriminierung, ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer Weltanschauung. Das dem möglicherweise nicht so ist – darauf weist eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hin, die in der letzten Woche veröffentlicht wurde. Insgesamt wurden 9.200 Menschen befragt, in der Mehrzahl Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Über 40 Prozent der befragten Migrantinnen und Migranten gaben an, dass sie zum Beispiel in Schule und Beruf, in der Freizeit oder bei der Wohnungssuche benachteiligt worden sind. Ganz häufig erlebten die Befragten eine Benachteiligung bei Ämtern und Behörden.

Die Befragung gibt keinen Aufschluss darüber, ob die Diskriminierungserfahrung tatsächlich erlebt wurde oder ob es sich um Aussagen handelt, weil Menschen mit Migrationshintergrund hier möglicherweise eine höhere Sensibilität zeigen. Die Chefin der Antidiskriminierungsstelle Christine Lüders wertet die Ergebnisse trotzdem als warnendes Signal – und ich tue das auch.

Ein Gastbeitrag von Petra Hammen, Fundraiserin

Über den Autor

“Gast” ist das Profil unserer Gast-Autorinnen und Gast-Autoren, die für taufrische Geschichten von vor Ort sorgen. Denn egal ob von vorbildlichen Jugendprojekten oder schwierigen Teenagern, von Missständen in der Pflege oder rührenden Begegnungen im Altenheim, von Flüchtlings-Diskriminierung oder einer Willkommenskultur: Die Caritas-Mitarbeitenden in den verschiedenen Zentren, Einrichtungen und Projekten erleben die Spanne zwischen Freud und Leid täglich hautnah. Aus diesem Grund berichten in unserem Blog immer wieder Mitarbeitende der vielfältigen Caritas-Geschäftsfelder unter dem Profil “Gast”.

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