Solidarität mit syrischen Flüchtlingen verlangt nach mehr …

Zwei Millionen Syrer sind auf der Flucht und drängen in die Nachbarländer Libanon, Irak, Türkei, Jordanien. Eine unvorstellbar große Zahl – Männer, Frauen, Kinder, ganze Familien, die zum Teil schwer traumatisiert ihre Heimat verlassen haben.
Deutschland nimmt gerade mal 5000 syrische Flüchtlinge auf, davon kommen 250 nach Köln. Eine beschämend geringe Anzahl für das reiche Deutschland angesichts dieser humanitären Katastrophe. Zum Vergleich: Ins arme Jordanien sind mehr als 500.000 geflohen. Die Nachbarländer Syriens sind längst über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinaus.
5000 Flüchtlinge aufzunehmen ist einfach zu wenig. Wir Deutsche müssen mehr tun. Die Not ist unvorstellbar, die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder und bereits für ihr Leben gezeichnet.
Und dann wurde die Begrüßung der ersten syrischen Flüchtlinge in Hannover durch Innenminister Friedrich auch noch sehr medienwirksam inszeniert.
Während des Bosnien-Krieges sind 300 000 Menschen nach Deutschland gekommen. Es kann also gehen.

 

Über den Autor

Marianne Jürgens,
Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, sorgt dafür, dass die Stadt über die Caritasarbeit spricht.


Das begeistert mich:

Sobald Musik erklingt, gibt es kein Halten mehr: Ein Leuchten im Gesicht des 91-jährigen Herrn Schmitz. Herr Schmitz tanzt mit Rollator und Herr Schmitz tanzt mit dem 5-jährigen Jordi. So geschehen beim Caritas-Tanzprojekt „come 2 move – gelöste Grenzen“. Caritas und Kunst: Das berührt die Seele von 60 Teilnehmern aller Generationen mit und ohne Handicaps und von Zuschauern gleichermaßen. Wunderbare Wege der Sozialarbeit...


Zu meinem Ärger:

Die gesellschaftliche Realität macht nicht vor der Kirchentür halt. Der Fall einer gekündigten Leiterin eines katholischen Kindergartens in Königswinter, die nach der Trennung von ihrem Mann in einer neuen Beziehung lebt, ist nur einer von vielen. Sind Katholiken beim Arbeitgeber Kirche angestellt, werden solche Lebensbrüche direkt zur Existenzfrage. Und der Kirche gehen menschlich kompetente, engagierte und angesehene Mitarbeitende verloren.

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