Schwarze Schafe in der Pflege – Wie steht es um das Image in der Ambulanten Pflege?

Gestern war das Thema in allen Medien. Auch in Köln stehen 18 von insgesamt 140 Pflegediensten unter Verdacht, die Sozialkassen um insgesamt 600.000€ betrogen zu haben. Die meisten Mitarbeitenden dieser Pflegedienste sind aus Osteuropa. Ich erinnere mich, dass dieses Thema nicht neu ist und bereits vor vier Jahren darüber berichtet wurde. Ist damals nichts passiert, um Betrug in diesem Ausmaß vorzubeugen? Bietet die Abrechnungspraxis Schlupflöcher für Pflegedienste mit betrügerischen Absichten? Und schlägt jetzt auch unserer Ambulanten Pflege im Caritasverband Misstrauen entgegen? Leidet das Image, frage ich mich als Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit.

Ich spreche mit unserer Leiterin der Ambulanten Dienste, Maria Hanisch: Sie ist froh, dass solche kriminell agierenden Pflegedienste zur Rechenschaft gezogen werden. Denn sie schaden natürlich allen, die Menschen mit ambulanter Pflege zu Hause versorgen. Die derzeitige komplizierte Abrechnungspraxis kann solche Betrugsfälle begünstigen. Und sicher sind die Ermittlungen schwierig, weil auch Patienten beteiligt waren. Sie zeichneten Leistungen ab, die nicht erbracht wurden. Im Gegenzug erhielten sie dafür anteilig Geld von den Pflegediensten.

Wie beugt die Ambulante Pflege der Caritas vor, dass Pflegekräfte Abrechnungsmissbrauch betreiben. „Natürlich bleibt immer ein Restrisiko, wenn man mit Menschen zu tun hat, Menschen machen Fehler“, erklärt Maria Hanisch. „Wir wählen unsere Mitarbeitenden sehr genau aus. Wenn wir Unregelmäßigkeiten entdecken sollten, bringen wir das sofort zur Anzeige und trennen uns von dem Mitarbeiter. Aber ich habe hier keine Sorge, weil wir den Patienten gegenüber die Leistungen und Abrechnungen transparent machen und immer wieder genau erklären. Ein Betrug wäre ja nur möglich, wenn der Patient zum Mitmachen überredet wird und Mitarbeiter Geld der Pflegekassen an die Patienten austeilen. Unser guter Ruf ist uns wichtig!“

Über den Autor

Marianne Jürgens,
Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, sorgt dafür, dass die Stadt über die Caritasarbeit spricht.


Das begeistert mich:

Sobald Musik erklingt, gibt es kein Halten mehr: Ein Leuchten im Gesicht des 91-jährigen Herrn Schmitz. Herr Schmitz tanzt mit Rollator und Herr Schmitz tanzt mit dem 5-jährigen Jordi. So geschehen beim Caritas-Tanzprojekt „come 2 move – gelöste Grenzen“. Caritas und Kunst: Das berührt die Seele von 60 Teilnehmern aller Generationen mit und ohne Handicaps und von Zuschauern gleichermaßen. Wunderbare Wege der Sozialarbeit...


Zu meinem Ärger:

Die gesellschaftliche Realität macht nicht vor der Kirchentür halt. Der Fall einer gekündigten Leiterin eines katholischen Kindergartens in Königswinter, die nach der Trennung von ihrem Mann in einer neuen Beziehung lebt, ist nur einer von vielen. Sind Katholiken beim Arbeitgeber Kirche angestellt, werden solche Lebensbrüche direkt zur Existenzfrage. Und der Kirche gehen menschlich kompetente, engagierte und angesehene Mitarbeitende verloren.

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